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Weiter hoch hinaus

Weiter hoch hinaus

Im „Restaurant zum Englischen Reiter“ im Wiener Prater fand Mitte November der 1. Cheersport-Brunch statt. Anlässlich des Erlangens der Vollmitgliedschaft bei der Bundes-Sportorganisation (Sport Austria) hatte der Österreichische Cheersport-Verband (ÖCCV) Unterstützer:innen aus Sport, Wirtschaft und Politik sowie Medien-Vertreter:innen zu einem Netzwerktreffen eingeladen. Die Verbandsspitze um Präsidentin Julia Harrer und Generalsekretärin Petra Gruber nutzte dabei nicht nur die Gelegenheit, sich bei allen Unterstützer:innen zu bedanken, sondern gewährte gleich auch einen Einblick in zukünftige Projekte, wie das der Austrian Cheersport Academy. Außerdem auf der Agenda: Die Verdoppelung der Anzahl der Aktiven und WM- sowie EM- Medaillen für Österreich.

„Wir haben zwei unglaublich intensive und arbeitsreiche Jahre hinter uns, konnten uns als Verband entwickeln und ein gutes Umfeld für unsere Mitarbeiter:innen und Athlet:innen schaffen. Unsere Entwicklung haben wir aber vor allem den vielen helfenden Händen und unseren Unterstützer:innen aus Sport, Wirtschaft und Politik zu verdanken“, betonte Harrer in ihrer Eröffnungsrede.

Der Einladung gefolgt waren unter anderem Philipp Trattner, Sektionschef im Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport (BMKÖS), Gerd Bischofter, Geschäftsführer der Bundes-Sportorganisation (Sport Austria), ASKÖ-Präsident Hermann Krist oder Bezirksvorsteher Alexander Nikolai (Leopoldstadt), sowie Vertreter:innen aus Dach- und Fachverbänden und der Wirtschaft.

ÖCCV setzt auf Ehrenamt und Vernetzung

„Im Namen von Sport Austria darf ich nicht nur zur Aufnahme als Vollmitglied gratulieren, sondern auch zu eurem beispielhaften Engagement, mit dem ihr die Sportart und den Verband in den vergangenen Jahren auf nachhaltige, erfolgreiche Beine gestellt habt“, sagte Bischofter in Richtung ÖCCV-Präsidentin Julia Harrer und ÖCCV-Generalsekretärin Petra Gruber.
Zuletzt zeichnete der Cheersport für etwa ein Fünftel der rund 6.500 bei den Sport Austria Finals aktiven Athlet:innen verantwortlich – und begeisterte 3.000 Fans. Die Organisation solcher Wettkämpfe gelinge vor allem dank der Unterstützung zahlreicher ehrenamtlichen Helfer:innen, wie Trattner betont. „Der Cheersport fußt zu einem großen Teil auf dem Ehrenamt. Dieses Engagement wird von der Verbandsführung nicht nur vorgelebt, sondern auch an Funktionär;innen, Trainer:innen und Athlet:innen weitergegeben.“

Es sei auch kein Zufall, dass der ÖCCV den ersten Medientermin der Verbandsgeschichte als Netzwerktreffen konzipiert habe, hebt der Sektionschef des BMKÖS hervor. „Den ÖCCV zeichnet auch seine Offenheit aus. Der Verband sucht den Kontakt zu anderen Fachverbänden und ist bestrebt, sein Wissen weiterzugeben“, weiß Trattner.

Neben Sport Austria und dem BMKÖS gilt auch die Arbeitsgemeinschaft für Sport und Körperkultur in Österreich (ASKÖ) als ÖCCV-Förderin der ersten Stunde. Für ASKÖ-Präsident Krist sei der „Drive, die Motivation und die Freude der Cheersportler:innen und seiner Funktionär:innen ansteckend“. Krist unterstrich auch die Bedeutung der nunmehr anerkannten Sportart für junge, weibliche Sportler:innen. „Cheersport ist vor allem auch ein Angebot des organisierten Sports für Kinder, Mädchen und Frauen. Davon kann es in unserem Land nicht genug geben. Ebenso wenig von starken Frauen, die in Führungspositionen Verantwortung übernehmen. Auch da geht der ÖCCV mit gutem Beispiel voran.“

Cheersport Academy und Leistungszentrum als „Gamechanger“

Die ÖCCV-Spitze bekräftigte im Rahmen des Cheersport-Brunches einmal mehr, sich nicht auf den Lorbeeren der kürzlich erlangten Sport-Austria-Vollmitgliedschaft oder der (inter-)nationalen Erfolge auszuruhen. „Wir werden auch weiterhin an sämtlichen Projekten des Bundesministeriums und der Sport Austria teilnehmen, die bisher immer einen großen Mehrwert für die Entwicklung unseres Sports gebracht haben“, so Gruber. So hatte der ÖCCV beispielsweise das „Good Governance“-Zertifikat mit der Höchstpunktezahl erhalten und mit dem Schulsport-Projekt „Train with the Champions“ bisher rund 1.000 Kinder bewegt. „Davon profitieren vor allem unsere Vereine, denen wir auf diesem Wege zuletzt zu 80 neuen Mitgliedern verhelfen konnten.“

Apropos Schulsport: Die Austrian Cheersport Academy wurde zu Beginn des neuen Schuljahres weiter ausgebaut. Aktuell kommen rund 30 Talente aus dem Ballsportgymnasium und der Karajangasse in den Genuss eines dualen Ausbildungssystems. „Unsere Vision ist es, dass die besten Cheersportler:innen aus ganz Österreich in die Academy kommen, um nicht nur eine hohe schulische Ausbildung anzustreben, sondern auch mehrmals pro Woche auf Top-Niveau gemeinsam trainieren zu können.“, erklärt Gruber.

Auch (infra-)strukturell sieht der ÖCCV noch Potenzial. „Ein Cheersport-Leistungszentrum in Wien steht ganz oben auf unserer Agenda, weil es unsere Leistung enorm steigern würde“, will Harrer nicht mehr von Hallenöffnungszeiten abhängig und durch Schulferien limitiert sein.

Aktuell zählt der Cheersport-Verband 34 Vereine, die genannten Projekte sollen aber Wachstum und neben einer international noch konkurrenzfähigeren Spitze vor allem mehr Breite bringen. „Unser Ziel ist es, dass wir 50 Vereine in Österreich haben und doppelt so viele Athlet:innen wie bisher“, verdeutlicht Harrer.

Wettkampf-Saison 2025 mit vielen Highlights

Obwohl die Wettkampf-Saison 2025 noch gut drei Monate entfernt ist, warf sie bei der Brunch-Premiere bereits ihre Schatten voraus. Großes Thema war vor allem der „Umzug“ der International Cheer Masters (15./16. März 2025) von der Südstadt ins größere Multiversum. Bei der größten heimischen Cheersport-Veranstaltung könne man am neuen Standort erstmals rund 5.000 Fans Platz bieten.

Die Saison beginnt am 16. Februar mit den steirischen Landesmeisterschaften, gefolgt von jenen in Tirol (1. März) und Niederösterreich (2. März). Die größte Landesmeisterschaft, jene in Wien, findet am 9. März statt, der Newbie Cup am 15. Juni steigt ebenfalls in der Bundeshauptstadt. Großes Highlight für die Vereine ist dann die Österreichische Cheersport (Staats-)Meisterschaft im Rahmen der Sport Austria Finals am 19. Juni in Innsbruck.

Die Nationalteams nehmen 2025 neben der Weltmeisterschaft (23. bis 25. April in Orlando, Florida) erstmals auch die Europameisterschaft in Angriff. Das Event, das bislang Vereinsteams vorbehalten war, bildet zwischen 27. und 29. Juni in Ljubljana (Slowenien) den Saisonabschluss. Generalsekretärin Gruber, als sportliche Leiterin auch für die Nationalteams verantwortlich, kündigt an: „Wir entsenden in diesem Jahr rund 200 Athlet:innen zu Welt- und Europameisterschaften. Es wird wieder Medaillen für Österreich geben. Auch ist uns ein weiterer Meilenstein gelungen, ab sofort sind alle Kader-Athlet:innen vollumfänglich versichert, dank der neuen Kooperation mit der KNOX Versicherungsmanagement GmbH.“

Cheersport ist offiziell anerkannter Sport

Cheersport ist offiziell anerkannter Sport

Historischer Tag für den Österreichischen Cheersport-Verband (ÖCCV)!

Elf Jahre nach seiner Gründung erreicht der für den heimischen Cheersport und Performance-Cheersport zuständige Fachverband den bisher größten Meilenstein seiner Geschichte. Der ÖCCV wurde am Donnerstag (7. November) im Rahmen der Generalversammlung der Bundes-Sportorganisation Sport Austria einstimmig als 69. Vollmitglied aufgenommen. Der finale Schritt zur offiziellen Anerkennung von Cheersport und Performance-Cheersport als eigenständige Sportarten ist damit getan. “Wir freuen uns riesig, dass der jahrelange Einsatz und die harte Arbeit unserer Athlet:innen, Funktionär:innen, Partner:innen und Unterstützer:innen mit der Aufnahme als Vollmitglied in die Sport-Austria-Familie belohnt wurde”, sagt ÖCCV-Präsidentin Julia Harrer, die den Meilenstein gleichzeitig auch als Auftrag versteht: “Wir sind eine junge Sportart und noch lange nicht am Ende unserer Entwicklung. Die Vollmitgliedschaft bei Sport Austria ist für uns ein Startschuss.”

Nur etwas mehr als eineinhalb Jahre sind vergangen, seit der Cheersport-Verband am 7. März 2023 die erste Hürde auf dem Weg zur Vollmitgliedschaft genommen hat und als sogenanntes assoziiertes Mitglied erstmals Teil der Bundes-Sportorganisation (Sport Austria) wurde.
“Wir haben die vergangenen 20 Monate optimal genutzt. Hinter uns liegt eine steile Entwicklungskurve, nicht nur hinsichtlich unserer sportlichen Erfolge, sondern auch was unsere Events, Nachwuchsarbeit und strukturelle Entwicklung betrifft”, unterstreicht Harrer.

Cheersport präsentierte sich von seiner besten Seite

So ist der ÖCCV beispielsweise mit seinem wichtigsten Wettkampf des Jahres, den (Staats-)Meisterschaften, Stammgast bei den Sport Austria Finals. Cheersport ist dank 1.200 teilnehmenden Athlet:innen auch nicht mehr aus dem Programm der größten Multi-Sportveranstaltung wegzudenken und wurde immer mehr zum Publikumsmagnet. Zuletzt strömten rund 3.000 lautstarke Fans – unter ihnen Sport-Austria-Präsident Hans Niessl, Sektionschef des Sportministeriums Philipp Trattner und auch Innsbrucks Bürgermeister Hannes Anzengruber – zu den Cheersport-Bewerben in die Olympiaworld.

“Ich habe Cheerleading bei den Sport Austria Finals in Graz und Innsbruck erleben dürfen und war von den Leistungen und der positiven Stimmung in den voll besetzten Hallen begeistert. Der Sport sorgt für große Emotionen: am Parkett und im Zuschauerraum. Mitreißend!”, outet sich auch Niessl als Cheersport-Fan.

Noch ein Beispiel für die Strahlkraft des Cheersports: Die International Cheer Masters ziehen 2025 ins Multiversum Schwechat um, weil die BSFZ-Halle in der Südstadt seit zwei Jahren aus allen Nähten platzt. Nach dem “Umzug” werden im März nächsten Jahres an zwei Wettkampftagen insgesamt rund 5.000 Zuseher:innen erwartet.

Abseits der Matte machte der ÖCCV unter anderem durch die Verleihung des Zertifikats „Best Practice in Good Governance“ von sich reden. Der Cheersport-Verband unterstrich seine Vorreiterrolle in Bereichen wie Transparenz, Gleichstellung und Anti-Diskriminierung, Kinder- und Gewaltschutz, Nachhaltigkeit oder Integrität mit der Maximalpunktzahl von 100 Punkten.
Die Cheersport-Nationalteams und die besten heimischen Vereine hielten die rot-weiß-roten Fahnen international hoch. Seit der ÖCCV 2013 als eigenständiger Verband aus dem American Football Bund Österreich (AFBÖ) hervorging, sammelten österreichische (National-)Teams 32 Medaillen bei Welt- und Europameisterschaften, 13 davon in gold.

Im bevorstehenden Jahr 2025 wird der ÖCCV acht Nationalteams zur Weltmeisterschaft – und erstmals auch zur Europameisterschaft, die bislang Vereinsteams vorbehalten war – entsenden. Die Erwartungen sind hoch. Gerade im Nachwuchs sowie im Coed-Bewerb, wo weibliche und männliche Athlet:innen in gemischten Teams antreten, sind Medaillen das Ziel. In der Königsklasse werden in allen Kategorien Top-5-Platzierungen angestrebt.

ÖCCV-Sportdirektorin Petra Gruber, die künftig auch die Agenden als Generalsekretärin übernimmt, betont: “Cheersport hat eine sehr gute Entwicklung hinter sich, auf und neben der Matte. Wir sind auf einem guten Weg für unseren Sport, aber lange noch nicht am Ende.”

„Wichtigster Schritt einer langen Reise“

Um das Fundament für zukünftige Erfolge zu legen, wurde zum einen das Projekt des Sportministeriums “Train with the Champions” sehr erfolgreich etabliert, bereits nach wenigen Wochen wurden rund 700 Kinder in vier Bundesländern mit Cheersport bewegt, sowie mehrere wöchentliche Kurse gestartet. Zum anderen wurde die Cheersport Academy ins Leben gerufen und zum neuen Schuljahr weiter ausgebaut. Dank eines übergreifenden Trainingskonzeptes wird zentralisiert trainiert, aktuell kommen rund 30 Talente aus dem Ballsportgymnasium und der Karajangasse in den Genuss eines dualen Ausbildungssystems. „Unsere Vision ist es, dass die besten Cheersportler:innen aus ganz Österreich in die Academy kommen, um nicht nur eine hohe schulische Ausbildung anzustreben, sondern auch mehrmals pro Woche auf Top-Niveau gemeinsam trainieren zu können“, so Gruber weiter.

Auch mit dem neuesten Schritt wird erneut ein sportliches Auszeichungsrufen gesetzt. Mit dem neuesten Partner KNOX Versicherungsmanagement GmbH wurde in den letzten Wochen an der perfekten Versicherung für alle Athlet:innen des Nationalteams gearbeitet und nun erfolgreich etabliert. “Mit unserem neuen Partner KNOX Versicherungsmanagement ist es uns gelungen, alle Athlet:innen rundum zu versichern, in und außerhalb der Trainings. Die Höhe der Prämie ist einmalig, der Versicherungsschutz mehr als umfangreich.” erläutert Gruber.

Der Aufstieg zum Vollmitglied der Sport Austria ist der vorläufige Höhepunkt der ÖCCV-Geschichte. ÖCCV-Präsidentin Harrer bedankt bei der Bundes-Sportorganisation für die jahrelange Unterstützung und das Vertrauen. “Wir danken Hans Niessl und seinem Sport-Austria-Team, dass sie uns auf diesem Weg begleitet haben. Die Vollmitgliedschaft ist der wichtigste Schritt einer langen, intensiven Reise. Wir sind nun als Sportart in der heimischen Sportwelt angekommen, aber unsere Entwicklung wird weitergehen.”

Der Cheersport von der österreichischen Sport-Landkarte nicht mehr wegzudenken. Durch das “Upgrade” haben die derzeit rund 2.500 aktiven Athlet:innen in 34 Vereinen sowie sechs Landesverbänden endgültig eine feste Heimat bei der Sport Austria gefunden. Der ÖCCV hat als Vollmitglied künftig ein Stimmrecht in der Generalversammlung, am intensiven Wettkampfkalender ändert sich freilich nichts. Höhepunkte 2025? Die International Cheer Masters im Multiversum (15./16. März), die Weltmeisterschaften in den USA (23. bis 25. April), die Europameisterschaften in Slowenien (27. bis 29. Juni) und natürlich die Österreichischen (Staats-)Meisterschaften im Rahmen der Sport Austria Finals am 19. Juni.